Bonsai Mustang aus dem Land des Lächelns, der Toyota Celica

Ob “Bonsai-Mustang” oder Manta-“Hunter” genannt, gemeinsam ergründen Ron, Oli und Frank die Philosophie des Toyota-Exportschlagers der 70er Jahre: den Celica! Er trat 1971 in Deutschland gegen Ford Capri, Opel Manta und Lancia Beta HPE an und machte seine Sache gut. Der Hecktriebler bescherte sportlich gestimmten Fahrern dank agiler Motoren und geringem Kampfgewicht viel Fahrfreude. Die Ersatzteillage ist dank des Schwestermodells “Carina” in Sachen Technik immer noch gut. Allerdings ist der Charmeur mit US-Feeling hierzulande gar nicht mehr so leicht zu finden. Das Suchen lohnt sich aber. Kaum ein Konkurrent verbindet das Freiheitsgefühl der 70er besser, unter anderem wegen der voll versenkbaren Seitenscheiben.

Diese Folge ist ein Hörerwunsch von Thorben (vielen Dank dafür!!), der sogar so nett war, uns als eingefleischter Celcica Fan einen Gastbeitrag über seine Celica “Betty Blue” zu spendieren. Den wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten:

Thorbens Celica

“Meine Celica ist eine 2000GT mit 18R-G und zwei Mikuni-Doppelvergasern (Lizenzversion der Solex-Vergaser). Soviel ich weiß gehörte zur GT-Ausstattung so ziemlich alles, was die Zubehörliste hergab. Nur die GT Version hatte Fieberglasfrontspoiler, einen Waben-Kühlergrill mit GT-Logo und graue Interieurpannels. (die anderen hatten Holzfolienimitat und ähnliches). Das eingetragene Fahrzeuggewicht von meiner Celica ist 960kg. Mein Motor gab bei 293000 km den Geist auf und war einer der ersten TA/RA28, die in der Schweiz verkauft worden sind. Ich will versuchen, den Originalmotor irgendwann wieder zum Leben zu erwecken. Bis dahin bin ich auf der Suche nach einem Ersatzmotor.


Ich habe durch einen Zufallskontakt diese Woche herausgefunden, dass meine Betty aus der ersten RA28-Baureihe stammen könnte (die Celica GT Liftback gab es in den Versionen RA25, RA27, RA28 und RA29 (nur USA), soweit ich weiß).

Ein bedeutendes Detail ist, dass die Celica in Europa von Anfang an mit 5-Gang-Getriebe gab. Ich glaube sogar als Standardgetriebe.

Noch eine kleine Info zum Facelift: Die Vor-Facelift Variante nennt man Schrägnase und die Faceliftversionen nennt man Flachnasen. Den Unterschied sieht man, wenn man von der Seite auf die Vorderkante, bzw. die Standlichter schaut. Und nur die 2Türencoupes konnten die hinteren Seitenscheiben versenken.

Die Cabrio Versionen (ab der 2. Generation), die ihr angesprochen habt, hießen „Sunchaser“.

Zur Preisentwicklung auch eine Anmerkung: Viele Celica GTs sind verbastelt. Viele bauten den „Beams“-Motor aus den Corolla AE86 (hauptsächlich in den USA und Australien) inklusive Turbo in die Celica ein. Die letzten relativ originalen RA28 habe ich zwischen 35.000€ bis 37.000€ gesehen. Ich habe nur drei Stück im letzten Jahr gefunden.

Das Tal der Tränen kenne ich schon aus meiner Praktikantenzeit und ist für mich kein Problem. Meine Frau habe ich auch schon eingeschworen, dass das Auto mit mir ins Grab gehen wird. Und halbwegs jung (38 Jahre) bin ich auch noch. Daher wird das auf jeden Fall etwas. Meine Frau hat ihr sogar einen Namen geben: Betty Blue.

Es hat mich sehr gefreut, dass ihr eine Folge über meine Celica GT gemacht habt, vielen Dank dafür! Und gerne schicke ich ein aktuelles Foto von „Betty“ mit und als kleines Dankeschön auch eins von meiner Bürowand, an der meine üblichen Pausenbeschäftigung hängt.” (Thorben S., April 2020)

Hört rein, in unsere neue Episode zu diesem Klassiker der japanischen Oldtimer Szene! Gebt uns 5 Sterne bei Apple Podcasts und folgt uns auf Spotify, Deezer, Soundcloud und Google Podcast!

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